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Wenig ist`s, was hinter dem Horizont sichtbar wird.
Ein Farbstrich, hingeworfen, achtlos, grün und blaugrau.
Darüber das Licht. Hell und überall. Kein Schatten.
Weiße Segel bleiben zurück, verlieren sich im Dunst.
Ein aufstrebender Küstenstreifen. Eine Kliffkante.
An´s Land geworfene Welle.
Wolkendekoration.
Stille. Keine Zeichen
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Häfen
Orte der Ankunft. Orte des Abschieds. Orte der Wiederkehr. Zeichen des Ungewissen liegen über den Kais. Wann werden die Leinen gelöst? In aller Frühe. Am Abend. Heimlich zur Nacht. Wohin?
Wer hier schon alles ankam. Empfangen mit Argwohn. Empfangen mit Freuden. Viele, die niemand wahrnahm. Die keinen Ort hatten. Und doch blieben. Für Stunden. Für Tage. Für immer.
Umschlagplatz. Für Gerüchte. Für Vermutungen. Waren natürlich. Kohle und Holz. Fisch und Wein. Gold aus den Palästen der Inkas. Schmuck und Gewürze. Seidene Tücher aus Damaskus.
Sicherer Hafen. Schutz vor dem Sturm. Zerstreuung an Land. Frauen, Kneipen, Bars. Geschichten hören, erzählen. In die Nacht fliehen. Die Heuer versaufen. Das Meer vergessen. Die Träume in jedem.
Kurz nur. Die Unruhe, die sich mitteilt. Vor dem Auslaufen. Kommen und gehen. Der klagende Schrei der Möven. So geht es an jedem Tag. Geheimnisvoll gleiten die Schiffe hinaus. Ungewiß wie alles was war. Was morgen sein wird. Wer fragt danach?
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- MÄRCHEN
sie WAREN SO REICH UND HATTEN EIN HAUS EIN HAUS GANZ ALLEIN.
sie ASSEN ZU MITTAG IM GARTEN sie TRANKEN ZU ABEND DEN wEin sie warEN IN TRÄUMEN GEFANGEN über die Nacht, das werden und sein.
SO GING ES EINIGE jahrE LEBTEN WOHL UND GLÜCKLICH DABEI DOCH WAR ES NICHT WIE IM MÄRCHEN DENN DIE ZEIT GING EINFACH VORBEI.
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Musik
- Ich habe heute Musik gehört
die kam aus anderen Welten
Ein Gedicht kam mir in den Sinn und Zauber breitete sich aus
Vor einem Bild blieb ich stehen unergründlich das Rot und das Blau
- Wieder waren die Fenster geöffnet
doch verstand ich nur wenig
Von all den Wundern nur einen Hauch. Doch das ist genug.
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- Ihr seht, die Zeit ist weit davongeeilt
Ihr fragt, wo sie geblieben ist. Geht nicht so kleinlich mit ihr um Solang Ihr lebt, habt ihr genug davon.
Was ist die Zeit? Es ist die Bahn auf der die Menschen sich bewegen die Fristen setzt, uns sterblich macht.
Zeitlos ist nur der Raum in dem die Götter wandeln. Mag sein, daß eine Ahnung uns in später Stund erreicht.
So geht denn mit dem Vorrat Eurer Zeit nach Haus, zum Schlaf und in den neuen Tag, beschenkt dann heiter und mit frohem Sinn Euch selbst damit, solang Ihr sterblich weilt hiernieden.
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- Träume kommen.
- Langsam verlöschen die Farben
- Das Rot und Orange in den Wolken verebbt
- Etwas Violett im Grau ist alles was bleibt.
- Die Lichter im Dorf werden heller
- Die Konturen verwischen, fallen ins Dunkel zurück
- Spiegelndes Schwarz jetzt das Meer
- Noch schwärzer und fern die Felsen, Inseln und Küsten.
- Ein Hund bellt. Vorm Pub stehen die Raucher.
- Eine Katze geht ihres Wegs
- Die Kinder spielen Jagen und Fangen, Verstecken
- Der Kaufmann hat Kundschaft bis spät in den Abend
- Von Ferne die Signale des Leuchtturms, Gleichtakt
- In einer sich bewegenden Welt, Autos kommen und fahren.
- Die Welt als Ordnungssystem, das mit Variationen bezaubert.
- Heut ist´s der Mond, der die Herrschaft hat
- Stolz steht er und strahlend über dem Berg.
- Auf seinem Weg überwältigt er alles mit der Fülle
- Bleichen Lichts, das leichten, heiteren Schlaf macht.
- Nachtschatten wandern, die Luft ist mild und weich.
- Ein Kauz ruft. Träume kommen.
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©Wolf Schindler, Stand: 01.06.2009
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