
Malerei
Das Naturerlebnis, die geistige Auseinandersetzung mit unserer Existenz, den Themen der Zeit, die Anregungen durch Musik und Literatur sind eine reiche Quelle.
Farben und Zeichen, die wie Chiffren für Vieles stehen können, das Umkreisen und Befragen. Das Spielerische im Umgang mit Farben und Formen ist mir näher als das Bedürfnis, Botschaften zu verkünden.
Das Meer hat mich seit jeher stark angezogen, Schiffe, Häfen und Küsten, Segeln, große Himmel, das Naturerlebnis, ein Kunst-Flaschenpost-Projekt, Reisen.
Meine „Seestücke“ künden davon.
Malerei als Prozess. Vielleicht kann ich mich selbst überraschen, etwas von der Welt entdecken, etwas herausfinden, was ich nicht kenne.
Zurück in Plüschow.
Es ist Mai, dem Kalender nach. Seit Wochen krallst sich die Kälte fest an die mitteleuropäische Scholle. Die Bäume stehen kahl im Wind. Nicht viel zu sehen, alle drängen schnell ins Haus. Ich betrachte eine Weile die an der Wand hängenden Leinwände. Sie warten geduldig oder rufen nach mir…
War es im Traum oder im Schlaf, daß ich zu früher Stunde des 7. Mai freudig den Ruf des ersten Kuckuck vernahm?
Dem Sprosser war ich schon zwei Tage vorher begegnet; zudem beglückte mich die überraschende Erstsichtung eines Halsbandschnäppers am Waldrand. Ein schöner Kerl. Ganz elegant im schwarzem und weißen Federkleid, dazu ein weißer Fleck im Schwarz über dem Schnabel.
Im Atelier auf dem Boden den Papierbögen viel Blau beigebracht.
Ein konzentrierter, schneller Zugriff, Bewegung, Blick. Nicht zuviel machen.
Die Balance zwischen nassem und schon trockenen Partien. Fertig ists. Bin zufrieden.
Das nächste Blatt. Ein neues Abenteuer